Freitag, 18. Januar 2013

Samstagfrüh

8 Uhr an einem Samstagmorgen. Welcher normale Student ist da denn wach?, werden sich wohl manche fragen. Vermutlich zumindest 19 Mediziner und Theologen, die sich in Kürze zu einem weitern Tag in einem interdisziplinären Seminar treffen: "Palliativ Care". Hochspannend. Sowohl die Thematik an sich, als auch die Herangehensweisen. Der ganzheitliche Ansatz der Klinik hat mich tief beeindruckt. Erschrocken bin ich gleichzeitig darüber, wie wenig selbstverständlich ein solcher ist. Es ist gut und auch sehr wichtig, sich selbst zu schützen, sein Herz nicht an jeden Patienten zu hängen. Aber es sind doch immer noch Menschen. Meiner Meinung nach sollte man Menschen menschlich behandeln. Und hier lässt sich schon die erste Parallele zwischen Medizin und Theologie ziehen: Auch, wenn Du Dir einen so schönen Ansatz, eine tolle Theorie überlegt hast, es kann sein, dass der Mensch vor Dir was ganz was anderes aufzeigt. Dann musst Du auf Dein Gegenüber eingehen, wenn Du helfen willst. Dann wird Deine Theorie erstmal nebensächlich. Dann zählt (hoffentlich) der Mensch. Zweite Parallele: Hierarchisches System. Der Ansatz auf der Palliativ Station, Entscheidungen in Rücksprache mit dem gesamten Team zu treffen, ist in der Klinik revolutionär. Kommt uns das nicht irgendwie bekannt vor?

Sonntag, 23. Dezember 2012

Die Nacht vor dem Heiligen Abend...

... da liegen die Kinder im Traum... Ich konnte als Kind ja nie einschlafen und die Stunden am 24. wollten nicht vorbeigehen. Heute falle ich am 23. hundemüde ins Bett und hoffe, der nächste Tag möge noch irgendwo ein paar Stündchen auftreiben. Intuitiv klingt das erstmal nach "Früher war alles besser!". Andererseits: Bewusst anderen eine Freude machen - mit einem Besuch, einem hübsch gerichteten Raum, einer kleinen Aufmerksamkeit - ist doch eigentlich etwas wunderschönes. Zu überlegen, was noch alles zu tun ist, bevor ER kommt, scheint oftmals bloßes "Ritualabhaken" zu sein (Tannenbaum schmücken, Dinge für die Christmette/ das Danach vorbereiten, Essen kochen, Geschenke einpacken,...). Aber für mich kann ich sagen, dass ich dadurch merke, realisiere, dass irgendwie Weihnachten ins Haus steht. Und das malt mir ein Lächeln auf die Lippen, und ich freu mich auf die Ankunft Jesu in dieser achso verrückten, kaputten und dennoch auch in unserer Welt. Das soll jetzt bitte nicht heißen, dass ich allen Weihnachtskonsum und -kitsch und -stress und -trallala gut heiße. Aber es ist eine besondere Zeit, der doch immernoch ein Zauber innewohnt, auch wenn der jetzt anders aussieht als in der Kindheit. Und ich wünsche mir und Euch und uns allen, dass wir diesen Zauber immer wieder spüren, und vielleicht auch irgendwo verstehen, wo er herkommt. In diesem Sinne ein gesegnetes Weihnachtsfest voller Kerzenschein, Lachen und guten Momenten!

Sonntag, 16. Dezember 2012

Friedenslicht - Light of Peace

Dieses Wochenende reisten viele Pfadfinder aus ganz Deutschland, Europa und auch der Welt nach Wien, um dort das Friedenslicht abzuholen und in ihre jeweilige Heimat zu bringen. Das Friedenslicht wird jedes Jahr in Bethlehem angezündet, dort wo Jesus angeblich geboren wurde. Von dort aus geht es dann eben nach Wien und weiter in die Länder (u.a. Slowenien, Polen, USA, Frankreich...). Wir von unserem Pfadfinderstamm haben es heute in Speyer abgeholt und werden es in den Gottesdiensten am 4. Advent, in der Christmette und mit den Sternsingern ins ganze Dorf tragen. Bereits heute brennt es in einigen Wohnungen. Es bringt mich zum Nachdenken, dieses Licht. Weil es die gesamte Tragweite des Friedens wiederspiegelt: Jedem Menschen, dem ich es weitergebe, bringe ich Wertschätzung und Aufmerksamkeit entgegen, ich muss kurz stehen bleiben und in die Augen schauen, wenn ich seine Kerze anzünden will. Gleichzeitig fühle ich mich aber auch mit vielen Menschen weltweit verbunden, die ebenfalls das Friedenslicht weitergeben und empfangen. Regionalisierung und Globalisierung in einer einzigen Flamme. Ziemlich großartig... Auf facebook sehe ich Bilder aus ganz Deutschland mit brennenden Kerzen, im Dom haben viele Pfadfinder miteinander gesungen und ich merke, wie ich mir wünsche, dass dieses Licht bald in jedem Fenster brennt. So unrealistisch diese Hoffnung ist, so oft dieses Licht auch ausgeht, so ist es doch gut zu merken, dass es Menschen gibt, die den Frieden nicht nur herbeisehnen, sondern auch etwas dafür tun. Im Kleinen, aber verbunden im Großen.

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Seit langem

... der erste Blog nach über 2 Jahren. Es ist viel geschehen. Das Studium nimmt seinen Lauf, nebenher habe ich das große Glück, einen wundervollen Job und ein tolles Ehrenamt zu haben. Warum ich ausgerechnet heute Nacht wieder anfange zu bloggen? Keine Ahnung, vielleicht, weil mich dieses Studium und damit doch viele Fragen umtreiben. Vielleicht gelingt es mir ab und an, eine frage zu differenzieren, oder einfach aus gewöhnlichen Studentenleben zu berichten (angeblich sollen Theologiesutdenten ja auch nur Menschen sein ;)). Gerade hat mich aber sehr das Fernweh gepackt und ich würde geren in einen Flieger nach Nova Scotia steigen, Weihnachten dort zu feiern, war wunderbar... und ist auch schon wieder 5 Jahre her. Wahnsinn! In diesem Sinne ein Neustart, vielleicht liest ja noch irgendjemand diesen Blog?!

Mittwoch, 15. September 2010

Since someone told me..

... that this blog is still being read (what I highly doubt)... I'll tell you tonight, how much I miss Canada, especially Nova Scotia. On monday I was at a small fare for future exchange students to tell them how wonderfull a student exchange in Canada is. I met a very nice guy from Halifax (in fact a co-worker of Carlee) there and it was just awesome to speak English again...And now I'm home again, still searching for an apartment in Freiburg, and although it is a great city, there is no way the people are gonna be nicer there than home! Germany is just extremly stuffed and has a negative attitude, but what can you do?
SMILE and whistle "Farewell to Nova Scotia"...

Dienstag, 3. August 2010

My way in Nova Scotia....

...went from Truro to Antigonish for a first camping trip (friday - saturday) and from there on back to Truro. There Ken's Cousin came with his girlfriend and two kids to visit us. With them we went camping again (monday), which was a lot of fun. From Antigonish I took a bus up to Whycocomagh in Cape Breton (on tuesday) where I visited an other friend of mine. She lives up on a hill on a small sheep and alpaca farm and also runs a little store with fair trade clothing(very very cute and adorabel!) We had a wonderfull time although I only stayed for two nights. But we got to talk a lot, went for a little hike in a "Magic cave" and - you won't believe it - saw whales! Without going whale watching! Isn't that the most amazing thing?! Anyways, after two nights (thursday) a friend of my hostfamily picked me up in Whycocomagh and we had a very pleasent trip back to Antigonish where my hostfamily was still camping. They decided to stay one night longer and that way we got another chance for a nice kayak trip. After we went home on friday, we had a big party on saturday with a lot of family and some friends from high school. We had a nice time in the hottub and around the campfire. On sunday we went camping again (you see, i spent a lot of my time outdoors) and went kayaking and swimming and spend some time at the beach simply enjoying the sun. On monday morning I went kayaking (or more tidal bore riding :)) before breakfast. Sadly we had to go home after that because Mariel (another old host student who was visiting for the summer) had to fly home last night. So Ken brought her to the airport while Maria drove us into the city. So, I'm in Halifax right now and will stay here with Amanda until my plane leaves on friday.
I'll see you soon!!!
shalom

Sonntag, 25. Juli 2010

On my way

Wow... time rushes! After my stay in Nelson I went back to Chilliwack for a few days. I hardly found myself back there before I got picked up by my second cousin Erika who picked me up for a day around Vancouver. My tiem in Chilliwack and Nelson was awesome, I met amazing people there and learned a lot.
My cousin and I spent an awesome days, walking in Lynn Park, watching the Capilano Salmon Hatchery and visiting Victoria for about an hour. It truely was wodnerful, and I'm glad we could meet again.
After that I stayed for three days in vancouver, doing some more sightseeing and souvernier shopping, before my plane to Nova Scotia left on July 21st. I left teh hostl around 5a.m. and was in Halifax around 7.20 p.m. It was a long day, but it was great, because in Halifax I got to see my hostparents,Amanda, her new boyfriend and Mariel. On friday we went camping together with Alex and we had a wonderful time, sitting by the campfire, going kayaking and swimming. My hostsister and Mariel left towards Halifax again today, but I'll go camping again tomorrow, and maybe i'll visit another friend, which would be very nice. It's not even 2 weeks anymore, until i'll be back and I'm looking forward to see all of you again!
Shalom